© REUTERS

Damaskus
05/29/2017

Assad-Truppen übernehmen Kontrolle über fast ganz Damaskus

Aufständische verlassen das Viertel Barzeh im Nordosten der Hauptstadt.

Erstmals seit 2013 gerät nahezu ganz Damaskus wieder unter die Kontrolle der Truppen von Syriens Präsident Bashar al-Assad. Am Montag verließen die letzten Busse mit Rebellen und anderen Bewohnern an Bord das Viertel Barzeh im Nordosten der Hauptstadt, wie die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Insgesamt hätten sich 1012 Menschen, darunter 455 aufständische Kämpfer, auf den Weg in Rebellengebiete im Norden Syriens gemacht, meldete das staatliche Fernsehen. Barzeh und zwei angrenzende Bezirke sollten nun wieder unter Einfluss der Regierung gestellt werden. Der Abzug ist geregelt über Evakuierungsabkommen, die die Regierung bereits in mehreren Fällen angeboten hat. Nach Darstellung der syrischen Führung sollen sie dazu beitragen, das Blutvergießen in dem seit sechs Jahren tobenden Konflikt zu verringern. Für die Vereinten Nationen laufen die Vereinbarungen jedoch auf Zwangsumsiedlungen hinaus.

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