Politik | Ausland
31.07.2017

Anschlag auf Botschaft in Kabul: IS reklamiert Tat

Irakische Botschaft in der Hauptstadt Afghanistans war das Ziel. Behörden sprechen von einem Selbstmordanschlag.

Aufständische haben in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Anschlag auf die irakische Botschaft verübt. Ein Selbstmordattentäter habe sich am Eingang zur Botschaft in die Luft gesprengt, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Montag. Drei weitere Attentäter seien in das Gebäude eingedrungen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Angriff für sich.

Mindestens sieben Wachleute getötet

Die irakischen Diplomaten sind laut dem Ministeriumssprecher in Sicherheit. Zwei Selbstmordattentäter hätten das Gebäude gestürmt, berichtete das IS-Sprachrohr Amak im Internet. Demnach sind mindestens sieben Wachleute bei dem Anschlag getötet worden. Die Sicherheitsschleuse sei zerstört. Die Nachricht ließ sich zunächst nicht auf Echtheit überprüfen. Die irakische Armee hatte den IS zuletzt aus ihrer bedeutendsten Hochburg im Irak, der Großstadt Mossul, vertrieben.

Genaue Angaben zu Verletzten gebe es bisher nicht, sagte der Ministeriumssprecher. Laut dem Chef der örtlichen Krankenhäuser ist mindestens ein Verletzter nach dem Anschlag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Krankenwagen seien vor Ort in Bereitschaft, in der Gegend werde noch gekämpft.

Ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte, der nicht genannt werden wollte, hatte zunächst von einem Selbstmordattentäter und fünf weiteren Verdächtigen gesprochen, die in die Botschaft eingedrungen seien.