Politik | Ausland
09.10.2017

Alt-Right: "Hallo Charlottesville. Wir sind zurück"

Erneut marschierten Rechtsradikale mit Fackeln in Charlottesville auf, diesmal allerdings nur ein kleiner Haufen von Männern. Polizei meldet diesmal keine Zwischenfälle.

In Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia hat es am Wochenende erneut einen Aufmarsch von Rechtsradikalen gegeben. Wie die Polizei mitteilte, zogen die Teilnehmer des Protestzuges mit Fackeln durch die Stadt. Der Aufmarsch vom Samstagabend sei allerdings mit rund 50 Teilnehmern deutlich kleiner gewesen als im August, als eine solche Demonstration in Gewalt umgeschlagen war.

Gewalttätige Proteste nach Streit um Denkmal

Zwischenfälle gab es demnach am Wochenende nicht. Bei der gewalttätigen Demonstration rechter Gruppen für den Erhalt eines Denkmals für einen Südstaatengeneral war Mitte August eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein mutmaßlicher Neonazi mit einem Auto in die Menge fuhr.

Anlass für die Demonstration war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen, die für die Sklaverei eintraten.

Harsche Kritik an Trump

US-Präsident Donald Trump war im In-und Ausland kritisiert worden, weil er nach dem rechtsextremen Aufmarsch zunächst undifferenziert von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen hatte.

Während der Bürgermeister von Charlottesville, Mike Singer, die Demonstranten vom Wochenende als "unerwünscht" bezeichnete, kündigten die Veranstalter an, sie würden wiederkommen.

>>> Die Schande von Charlottesville

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