Politik | Ausland
30.11.2017

Ägyptens Ex-Premier will Präsident werden - Streit um Ausreise

Ex-Premier Ahmed Shafik kündigte seine Kandidatur zur Präsidentenwahl im April an. Nun gibt es Streit um seine Ausreise aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nach der Ankündigung des früheren ägyptischen Ministerpräsidenten Ahmed Shafik, bei der Präsidentenwahl in seiner Heimat anzutreten, gibt es Streit um seine Ausreise aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vize-Außenminister Anwar Gargash bestritt am späten Mittwochabend, dass der 76-Jährige sein Exil nicht verlassen dürfe.

Entsprechende Vorwürfe des Politikers seien haltlos, schrieb Gargash auf Twitter. In einem Video hatte Shafik zuvor angekündigt, zur ägyptischen Präsidentenwahl im nächsten Jahr anzutreten. Vor seiner Reise nach Ägypten wolle er noch mehrere weitere Länder mit Auslandsägyptern besuchen. Shafik war der letzte Regierungschef unter dem 2011 gestürzten Langzeitherrscher Hosni Mubarak und gilt noch immer als Mann des alten Regimes.

Schon 2012 war er bei der Wahl für das Präsidentenamt angetreten und hatte dort in der Stichwahl knapp gegen den Islamisten Mohammed Mursi verloren. Danach floh er in die Emirate.

Ägypten wählt 2018

Die Präsidentenwahl im autoritär geführten Ägypten ist für April 2018 angekündigt. Ein festes Datum gibt es aber noch nicht. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Staatschef Abdel Fattah al-Sisi eine zweite Amtszeit anstrebt - seine Siegeschancen werden als hoch eingeschätzt. Neben Shafik hat auch der bekannte Menschenrechtsanwalt Khalid Ali seine Kandidatur angekündigt.