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Politik Ausland
08/05/2012

42 Tote bei Anschlag im Jemen

Ein Selbstmordattentäter sprengte sich auf einer Beerdigung in Jaar in die Luft. Hintergrund dürfte ein Racheakt der Al-Kaida sein.

Im Süden des Jemen sind am Samstagabend jüngsten Angaben zufolge mindestens 42 Menschen bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. 37 weitere Menschen seien bei dem Attentat in der Stadt Jaar verletzt worden, teilten Krankenhäuser und örtliche Behörden am Sonntag mit. Der Anschlag galt offenbar einem hochrangigen Kämpfer gegen die mit Al-Kaida verbündete Gruppe Ansar al-Sharia. Abdul Latif al-Sayed sei bei dem Angriff verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Zwei seiner Brüder seien getötet worden, hieß es.

Der Attentäter habe sich bei der Beerdigung eines Verwandten eines Kommandanten der Volkskomitees in die Luft gesprengt, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP. Die Volkskomitees sind eine Miliz, die die regulären Streitkräfte im Kampf gegen das Al-Kaida-Netzwerk unterstützen.

Ein Einwohner der Stadt sagte, Al-Kaida habe sich an den Volkskomitees für ihre Unterstützung bei der Rückeroberung der Stadt rächen wollen. Die Armee hatte Mitte Juni gemeldet, Jaar und Sinjibar wieder unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Der Al-Kaida-Ableger "Partisanen der Scharia" hatte vergangenes Jahr die Schwächung der Regierung durch die Proteste gegen den damaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh genutzt, um ihre Macht im Süden und Osten auszubauen.

 

Al-Kaida-Kämpfer durch Drohne getötet

Im Osten des Jemen wurden unterdessen fünf mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer beim Beschuss ihres Fahrzeugs durch eine Drohne getötet. Die Drohne habe in der Nähe des Dorfs Al-Kotn in der Region Hadramaut zwei Raketen auf den Geländewagen gefeuert, sagte ein Behördenvertreter AFP. Der Angriffsort wurde umgehend von den Sicherheitskräften abgeriegelt. Die USA verfügen als einzige Militärmacht der Region über Drohnen dieser Art. Die unbemannten Flugzeuge fliegen im Osten und Süden des Jemen immer wieder Angriffe auf mutmaßliche Terroristen.

 

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