Politik | Ausland
06.11.2015

20 IS-Dschihadisten in der Türkei gefasst

Polizei schlägt vor Gipfeltreffen in Antalya zu. Russische Luftwaffe bombardierte IS-Stellungen nahe Palmyra.

Eine Woche vor dem G-20-Gipfeltreffen hat die türkische Polizei im südlichen Ferienort Antalya einem Bericht zufolge 20 mutmaßliche IS-Mitglieder gefasst. In Antalya sollen am 15. und 16. November die Staats- und Regierungschefs der 20 weltweit führenden Industrie- und Schwellenländer zusammentreffen. Die Türkei fahndet seit dem verheerenden Bombenanschlag gegen eine Friedenskundgebung in der Hauptstadt Ankara verstärkt nach IS-Jihadisten.

Bei dem Attentat wurden am 10. Oktober 102 Menschen getötet und etwa 500 weitere verletzt. Es handelte sich um den folgenschwersten Anschlag in der Geschichte der Türkei.


Russen bombardierten Extremisten-Stellungen in Syrien

Die russische Luftwaffe hat am Donnerstag zum zweiten Mal in dieser Woche IS-Stellungen nahe der weltberühmten syrischen Ruinenstadt Palmyra bombardiert. Eine "große befestigte Position" sei zerstört worden, in der sich unter anderem ein Luftabwehrgewehr und ein Panzer befunden hätten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Es seien aber nur Ziele "in beträchtlichem Abstand von den Kulturdenkmälern" angegriffen worden. Insgesamt habe die russische Luftwaffen in zwei Tagen 263 Ziele getroffen, darunter auch ein Munitionslager der mit Al-Kaida verbündeten Al-Nusra-Front in der Provinz Idlib.

Die IS-Extremisten hatten Palmyra, dessen Ruinen zum Weltkulturerbe zählen, am 21. Mai erobert und seitdem zahlreiche Tempelanlagen in Schutt und Asche gelegt. Zudem tötete die Miliz zahlreiche Bewohner.