Politik | Ausland
01.05.2017

100 Tage als Song-Playlist: Demokrat ärgert Trump

US-Senator Chuck Schumer erstellte eine musikalische Bilanz der ersten 100 Tage Donald Trumps auf dem Musik-Streamingdienst Spotify.

Spott auf Spotify: US-Senator Chuck Schumer hat Präsident Donald Trump mit einer musikalischen Bilanz seiner ersten hundert Tage im Amt geärgert. Der Chef der Demokraten im Senat erstellte bei dem Musik-Streamingdienst eine Playlist, deren Titel allesamt auf Trumps "100 Days" bezogen sind und so als Anti-Trump-Songs verstanden werden können.

"Won't Get Fooled Again"

Neben "Won't Get Fooled Again" (Wir werden uns nicht noch einmal 'reinlegen lassen) von The Who wählte Schumer zwei Lieder von Stevie Wonder aus: "You Haven't Done Nothin'" (Du hast nichts getan) und "He's Misstra Know-It-All" (Er ist Herr Allwissend).

Gleich mehrere Songs spielen auf Trumps Verhältnis zur Wahrheit an: "Lies" (Lügen) von den Thompson Twins, "Lyin' Eyes" (Lügende Augen) von den Eagles und "Beautiful Liar" (Schöner Lügner) von Beyonce und Shakira. Weitere Seitenhiebe verpasst Schumer dem Präsidenten wegen seiner häufigen Wochenendtrips in seine Residenz in Florida: Neben "Working for the Weekend" (Arbeiten am Wochenende) von der Rockband Loverboy nahm er "9 to 5" (Neun bis fünf) von Country-Sängerin Dolly Parton auf die Liste.

Auch Trumps Gespür für Gold wird von Schumer aufgegriffen: "Gold On The Ceiling" (Gold an der Zimmerdecke) lautet einer der Songs.

Revanche für Trumps Spott

Erst kürzlich hatte sich Trump über Schumer lustig gemacht: Als Trump per Dekret die Einreise von Menschen aus muslimischen Staaten verbieten wollte, war Schumer mit Tränen in den Augen vor die Kameras getreten. Als Antwort auf Trumps damaligen Spott kann auf Schumers Spotify-Liste der Song "The Tears of a Clown" (Die Tränen eines Clowns) von Soulsänger Smokey Robinson verstanden werden.

LINK: Schumers Playlist auf Spotify