Politik 17.03.2012

Auch Post zahlte an Grassers Freunde

Beim Börsegang der Post im Jahr 2006 sollen Hochegger und Meischberger laut Medienbericht 350.000 Euro lukriert haben.

Beim Verkauf der Bundeswohnungen im Jahr 2004 kassierten sie zehn Millionen Euro vom erfolgreichen Bieter; beim Börsegang der Post 2006 gaben es Peter Hochegger und Walter Meischberger billiger. 350.000 Euro (exklusive Umsatzsteuer) sollen sie laut profil lukriert haben; gezahlt von der Raiffeisen Centrobank, die von der ÖIAG als eine von fünf Investmentbanken mit der Abwicklung des Börsegangs betraut worden war.

Pikant: Die Teilprivatisierung wurde – wie der BUWOG-Verkauf – von Finanzminister Karl-Heinz Grasser verantwortet. „Für mich war klar, dass Meischberger enge Kontakte zu Grasser und auch zur ÖIAG hatte. Deshalb hat es sich auch ausgezahlt, mit ihm zusammenzuarbeiten“, wird Hochegger zitiert. Grassers Anwalt hält fest, sein Mandant sei nicht in die Auswahl der Investmentbanken involviert gewesen: „Dies war alleinige Sache der ÖIAG.“

Provisionen

Hochegger nennt gegenüber profil auch den Verteilungsschlüssel: Ein Drittel der Provision habe er bekommen; zwei Drittel seien an Meischberger gegangen. Der Verdacht, den die Behörden auch bei der BUWOG hegen: Meischberger könnte für Grasser als „Treuhänder“ fungiert haben; ein Teil der Provision sei für den Finanzminister bestimmt gewesen.

Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

( Kurier ) Erstellt am 17.03.2012