Androsch will mehr Unterstützung: "Empört Euch"

Schilcher, Sorger, Androsch: Hoffen auf eine Steigerung beim Volksbegehren
Foto: apa

52.000 Unterstützungserklärungen für das Bildungsvolksbegehren wurden heute von Polit-Promis übergeben. "Zu wenig", so Androsch.

Kindergartenkinder mit Leiterwägen waren die Transporteure von 52.000 Unterstützungserklärungen für das "Volksbegehren Bildungsinitiative". Die Packen mit Unterschriften wurden am Montag vor das Innenministerium gekarrt. Im Schlepptau der Kinder die Initiatoren und Unterstützer der Initiative: Ex-Vizekanzler Hannes Androsch, Ex-Finanzminister Rudolf Edlinger, der IV-Chef Veit Sorger, Grünen-Chefin Eva Glawischnig, VP-Bildungsexperte Bernd Schilcher, Schauspieler Günter Tolar und Brigadier Gerald Karner.

Die Zahl der Unterschriften ist ansehnlich: Es sind mehr als sechsmal so viele, wie zur Einleitung eines Volksbegehrens nötig sind. Androsch nannte diese Zahl gegenüber der APA zwar "durchaus erfreulich. Für das Anliegen, einen massiven Anschub zu geben für die Modernisierung unseres Bildungssystems ist das natürlich noch viel zu wenig." Um das zu erreichen, müsse das Volksbegehren noch deutlich mehr Unterstützer bekommen. "Empört Euch über die Zustände und überwindet sie", lautete sein Appell. Es dürfe nicht sein, dass "einige Landes- und Bundespolitiker und einige Lehrergewerkschafter das Land und seine Bildung in Geiselhaft halten".

Steigerung erhofft

Schilcher, Sorger, Androsch: Hoffen auf eine Steigerung beim Volksbegehren Foto: apa Schilcher, Sorger, Androsch: Hoffen auf eine Steigerung beim Volksbegehren

Ein Ziel in Zahlen wollte Androsch für das Volksbegehren nicht nennen, er hofft jedoch noch auf eine deutliche Steigerung. "Die Bereitschaft auch den Umfragen nach ist sehr groß", sagte er. "Ich hoffe, dass für das Bildungsvolksbegehren dieses Potenzial schlagend wird."

Noch unklar ist, wann die tatsächliche Eintragungswoche stattfinden wird. Androsch rechnet mit einem Zeitfenster zwischen Anfang Oktober und Mitte November. Aus dem Innenministerium heißt es, Ministerin Johanna Mikl-Leitner werde ihre Entscheidung spätestens Anfang August bekanntgeben.

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(apa / csm) Erstellt am
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