Politik
05.12.2011

Adventsamstag: Das Weihnachtsgeschäft geht los

Heute ist der erste Einkaufssamstag. Die Händler und auch die Polizei rüsten sich für den großen Ansturm.

Ungewohnt früh erfolgt heuer der Start in das große Weihnachtsgeschäft. Doch mit dem ersten Advent beginnt auch das erste große Einkaufswochenende - wobei das Gustieren meist noch im Vordergrund steht. Gut lässt sich das auch an den Zahlen der Reisebusse ablesen, die in Wien erwartet werden. "An diesem Wochenende rechnen wir mit etwa 300 Bussen, an den kommenden mit jeweils 700 bis 800", erklärt Oberst Josef Binder von der Verkehrspolizei. Um das große Chaos zu verhindern, werden die Busse zum Praterstern umgeleitet. "Generell appellieren wir aber an alle, an den Samstagen auf die Öffis umzusteigen", sagt Binder. Der Bereich rund um Praterstraße und Praterstern dürfte zwischen 15 und 20 Uhr jedenfalls lahmgelegt werden.

Das große Geschäft erwartet aber nicht nur der Handel, auch Trickdiebe und Taschendiebe gehen an diesen Tagen gezielt auf ihre Opfer los, schließlich wird mehr Bargeld herumgeschleppt als im restlichen Jahr. "Es gibt mehr Fußstreifen, auch die Sektor-Streifen der WEGA werden um rund ein Drittel verstärkt", sagt Landespolizeikommandant Karl Mahrer.

Video: Shopping-Wahn im Advent

Gut gerüstet für den Ansturm zeigt man sich auch in Österreichs größtem Einkaufscenter, der Shopping City Süd in Vösendorf: "Wir erwarten uns am ersten Adventsamstag rund 90.000 Besucher. Dabei ist das Geschäft am ersten Wochenende traditionell noch etwas verhalten. Die Leute schauen noch mehr und kaufen weniger. So richtig los geht es dann am 8. Dezember", sagt Center-Manager Anton Cech. Dabei lässt die besinnliche Zeit die Kassen so richtig klingen: Der "X-Mas-Einkauf" bringt eine Frequenzsteigerung von 50 Prozent und eine Umsatzsteigerung von 80 Prozent gegenüber einem durchschnittlichen Monat. Soll heißen: Im Dezember wandert in der SCS ein Umsatz von rund 50 Millionen Euro über den Laden- auf den Gabentisch. Da ist nur das Haupthaus gerechnet - ohne Ikea und Multiplex. Fürs Fest hat sich die SCS hübsch gemacht. Sanierungsarbeiten samt Umbau des Parkhauses wurden abgeschlossen. Das Innere hat den Glitzeranzug angelegt samt dem größten Indoor-Weihnachtsbaum Österreichs mit fast neun Metern.

Traditionell wird es auf den 10.000 Parkplätzen wieder eng werden. Zehn Verkehrslotsen sollen für mehr Ordnung sorgen. Als Alternative bieten sich die Shuttlebusse an. Zum bewährten ab der U-Bahn-Station Siebenhirten kommt die neue Verbindung von der U1-Station Reumannplatz. Heuer sind schon 320.000 SCS-Gäste so angereist. Im Vergleich zu 24 Millionen Besuchern insgesamt aber eine Minderheit.