Politik 12.12.2011

77 Prozent für Studienbeiträge

Mehr als drei Viertel der Österreicher befürworten die Wiedereinführung von Studiengebühren.

In der Bevölkerung gibt es nach wie vor eine satte Mehrheit für Studiengebühren: Laut einer aktuellen Befragung des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) sprechen sich 77 Prozent für Studiengebühren aus: 48 Prozent unter dem Vorbehalt einer sozialen Staffelung, 29 Prozent in jedem Fall.

Laut IFT-Chef Peter Zellmann hat die Zustimmung zu Studiengebühren in den vergangenen Jahren zugenommen. 2009 waren noch 53 Prozent dafür und 36 Prozent dagegen. Auch bei den direkt Betroffenen, den 15- bis 29-Jährigen gibt es eine Mehrheit pro Studienbeiträge: 34 sind für Gebühren mit sozialer Staffelung, 24 Prozent wollen sie „in jedem Fall“, 34 Prozent sind dagegen.

SPÖ-NÖ dafür Niederösterreichs SPÖ-Chef Sepp Leitner, der die Ergebnisse der Umfrage mit präsentierte, schließt aus den Resultaten, die Sozialdemokratie müsse sich der Diskussion stellen. Er unterstützt die Forderung seines Kärntner Kollegen Kaiser nach einem „Uni-Zwanziger“ für ehemalige Studenten, gestaffelt nach Einkommen. Leitner will auch die Absolventen der Fachhochschulen miteinbeziehen; an den FH können schon jetzt Studienbeiträge pro Semester erhoben werden. Und Leitner will auch Studienabbrecher zur Kasse bitten; diese hätten schließlich auch, wenn nur kurz, von den Unis profitiert.

 

( Kurier ) Erstellt am 12.12.2011