√ľber stark steigende fatale Radunf√§lle
10/23/2014

Radikalisierung

von Maria Brandl

Die derzeitige Politik versch√§rft den ohnehin vorhandenen Trend zur Rad-ikalisierung. Eine Trendumkehr w√ľrde uns allen guttun.

Maria Brandl | √ľber stark steigende fatale Radunf√§lle

Und wieder ist diese Woche in Wien eine Radfahrerin auf der Straße ums Leben gekommen. Eine Tragödie mehr.

Wer viel auf der Stra√üe unterwegs ist, egal, ob in √∂ffentlichen Verkehrsmitteln, im Auto oder zu Fu√ü, erlebt jeden Tag brenzlige Situationen mit Radfahrern, die zum Gl√ľck meistens gerade noch gut ausgehen. Die Frage der Schuld ist nicht einfach zu kl√§ren.

Die betroffenen Radfahrer selbst tragen oft eine Leichtsinnigkeit zur Schau, die nur verwundern kann. Umso mehr, als sie gegen Bus, Bim, Lkw und Pkw immer die Schw√§cheren sind. Dass sie gegen√ľber Fu√üg√§ngern und Kindern im Vorteil sind, ist ein Triumph, der eine gute Portion an R√ľcksichtslosigkeit voraussetzt. Erfreulicherweise gibt es aber auch immer mehr Radler in Wien, die durch ausgesprochen h√∂fliches Verhalten auffallen. Mehr H√∂flichkeit und Achtsamkeit im Verkehr w√ľrde auch vielen motorisierten Lenkern guttun.

F√ľr ein gedeihliches "Miteinander statt gegeneinander" muss jedoch auch die Politik beitragen ‚Äď durch Ma√ünahmen, nicht durch Plakate. Wer genehmigt, dass Hotelausg√§nge und Radwege nicht einmal zwei Meter voneinander getrennt sind wie in Wien etwa in der Aspernbr√ľckengasse, darf sich nicht wundern, dass laut Aussage eines Tourismusexperten in einem OE1-Reisemagazin im September t√§glich knapp zehn Touristen nach Zusammenst√∂√üen mit Radlern in Wien ins Spital m√ľssen. Dass in Wien keine Ampelregelung m√∂glich ist, die Abbieger, motorisierte wie nichtmotorisierte, und Geradeausfahrer trennt, ist auch seltsam. In anderen St√§dten ist dies sehr viel besser gel√∂st.

Die derzeitige Politik versch√§rft den ohnehin vorhandenen Trend zur Rad-ikalisierung. Eine Trendumkehr w√ľrde uns allen guttun.

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