Die Alternative zu den Alternativen

Detroit zeigt, dass die Theorie in den Show-Hallen und die Praxis auf den Straßen weit auseinanderliegen.

Die eine Party ist wieder voll im Laufen, die andere will und will nicht in Schwung kommen. Der Markt für konventionell angetriebene Autos in den USA wächst weiter stark und ist zurück in den Sphären alter Stärke. Dementsprechend gut ist die Stimmung beim traditionellen Jahres-Auftakt der internationalen Autobranche auf der Detroit Auto Show. Weiteres Wachstum ist prognostiziert, der Benzinpreis steht bei verträglichen 3 Dollar für die Gallone und die traditionelle Kauflust der US-Kundschaft wird nicht mehr von den Kreditabteilungen der Banken gebremst.Für kurze Zeit sah es ja so aus, dass die Krise den nordamerikanischen Automarkt grundlegend verändern könnte. Aber nicht einmal der Umstand, dass plötzlich auch US-Marken über serienreife Alternativantriebs-Konzepte verfügten, die als Auflage für staatliche Rettungsgelder mit Nachdruck entwickelt wurden, konnte viel bewirken. Zumindest nicht im realen Leben. Denn auf den Showbühnen werden auch heuer Diesel-Hybrid- und E-Antriebe gezeigt. Aber die Kundschaft staunt höchstens darüber – und kauft Autos mit den Alternativen zu den gehypten Alternativantrieben. Und das sind die in ihrer Effizienz verbesserten konventionellen Benzin-Motoren.Der Anteil der anderen lag auf dem US-Markt 2012 bei verschwindenden 3 Prozent – und da sind Hybride wie der Toyota Prius und Diesel-Modelle schon mitgezählt.

(kurier) Erstellt am
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