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08.03.2013

Alles ist möglich

Der durchgehende Trend auf dem Genfer Salon ist, dass es keinen gibt. Vom Einliter-Auto bis zu Rennwagen für die Straße wird alles angeboten, was der immer anspruchsvolleren Kundschaft gefallen könnte.

Und an den Folgen des letzten erhofften Mega-Trends knabbert die Branche noch immer fleißig

Dr. Horst Bauer | über die Trends auf dem Genfer Automobilsalon

Die Krise hält sich in den Köpfen. Auch wenn der immer für Überraschungen gute Fiat/Chrysler-Boss Sergio Marchionne offen aussprach, dass er entgegen der zuletzt düsteren Prognosen betreffend der Auto-Konjunktur des laufenden Jahres überzeugt vom nahen Ende der Absatzkrise in Europa sei, kräuselte sich in Hintergrundgesprächen auf dem Salon so manche Automanagerstirn, wenn es um die Einschätzung der kommenden Marktentwicklungen ging.

Dabei sorgt man sich nicht nur um die von staatlichen Sparpaketen geprägte wirtschaftliche Gesamtlage in Europa, sondern hat auch ein zunehmendes Problem mit der Vorhersehbarkeit der Wünsche der eigenen Kundschaft. Also reagiert man mit neuen Modellen in allen nur erdenklichen Nischen des Marktes, was die Überschaubarkeit des Angebots weiter erschwert, aus dem kaum mehr allgemeingültige Trends ablesbar sind. Mit Ausnahme des noch immer starken Zugs zu SUV aller Größenordnungen, splittert sich die Szenerie immer weiter auf.

Und an den Folgen des letzten erhofften Mega-Trends – der an den wahren Bedürfnissen der Massen-Kundschaft vorbeiging – knabbert die Branche noch immer fleißig. Die für das reine Elektroauto teuer entwickelte Technologie wird jetzt in Hybrid-Modellen verschiedenster Ausprägungen abgearbeitet.

Bis hin zu den sportlichen Überfliegern von Ferrari und McLaren.