übers Pfeifkonzert bei Helene Fischer.
05/29/2017

Pause soll Pause bleiben

von Marco Weise

Das DFB-Cupfinale ist eben nicht der Superbowl. Deutschland ist eben nicht die USA. Die Eventisierung von Sportveranstaltungen hat bei unseren Lieblingsnachbarn und auch hierzulande keine Tradition. Und das soll so bleiben. Denn wer in den USA schon einmal ein Football-, Eishockey- oder Basketballspiel besucht hat, weiß, wie nervig solche Pauseneinlagen ausfallen können. Außerdem sind Pausen dafür da, dass man aufs Klo geht, sich ein Getränk holt oder mit seinen Sitznachbarn die Schiedsrichterleistung analysiert. Dazu braucht man keine Show eines Schlagersternchens, das die Sportbühne für Werbezwecke nutzen will. Und so ist es begrüßenswert, wenn sich Fußballfans dagegen mit Pfiffen wehren. Dass es im DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion Helene Fischer getroffen hat, war von den Anhängern beider Teams sicherlich nicht persönlich gemeint. Obwohl: Hätten die Fans auch bei einer AC/DC-Showeinlage gepfiffen und gebuht?

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