Ein Parkett im Club

Zum Tanzen ist ein Holzboden eben sehr viel angenehmer als Gussasphalt

Marco Weise | Pure Vernunft darf niemals siegen

Die Grelle Forelle feiert am Wochenende mit einem feinen Musikprogramm sein 5-jähriges Bestehen. Der Club zwischen der Müllverbrennungsanlage Spittelau und dem Donaukanal hat sich in den Jahren mehrfach neu aufgestellt. Geschäftsführer kamen und gingen, die musikalische Ausrichtung wurde mal breiter, dann wieder spezieller. Man probierte einiges aus, scheiterte, machte weiter. So ist das Leben. Das Ziel, einen Club zu betreiben, der den internationalen Vergleich nicht scheuen muss, hat man dabei nie aus den Augen verloren. Das ist begrüßenswert. Mit Johannes Piller-Giroud ist derzeit auch ein Geschäftsführer im Amt, der voll und ganz für die Clubkultur lebt. Im Sommer wurde die Grelle Forelle renoviert, bekam eine neue Anlage und auch einen neuen Boden. Einen Parkett. Dadurch erhöhen sich laut Piller-Giroud zwar die Putzkosten, aber zum Tanzen ist ein Holzboden eben sehr viel angenehmer als Gussasphalt. Auch der Sound ist wärmer. Und genau um diesen geht es in einem Club. Ein gutes Beispiel dafür, dass pure Vernunft niemals siegen darf. Ein Parkett im Club. In Zeiten von „Geiz ist geil“ ein Luxus, der sich auszahlt.

( kurier.at ) Erstellt am 02.12.2016