über die Furcht vor Terror
10/24/2014

Ja zu mehr Vorsicht, nein zu IS-Hysterie

Wer den Alarmismus in der Öffentlichkeit düngt, erntet Hysterie in der Politik. Das nützt nur einem im Land.

von Josef Votzi

Ja zu mehr Vorsicht, nein zu IS-Hysterie

Josef Votzi | über die Furcht vor Terror

Im Hohen Haus in Wien herrschte am Donnerstag, einen Tag nach dem versuchten Terror-Anschlag auf das kanadische Parlament, trotz Plenartagung Business as usual: Keine spürbare Nervosität, keine verschärften Sicherheitskontrollen. Mehrheitlich gelassen reagieren auch die Österreicher auf die Drohungen der Dschihadisten. Ein Drittel der Österreicher fürchtet in einer OGM-Umfrage für den KURIER, dass es auch hierzulande zu Terror-Aktionen kommt. Die überwiegende Mehrheit glaubt nicht daran.

Die Umfrage wurde zwar vor dem jüngsten Anschlag im Westen mit IS-Hintergrund gemacht. Ähnlich fällt aber auch die Reaktion auf die zweite neue Bedrohung aus, die tagtäglich die Schlagzeilen beherrscht und null mit IS zu tun hat. Trotz zunehmend hysterischer Berichte glaubt nur ein Drittel, dass Ebola auch in Österreich ausbrechen könnte. Mehrheitlich ängstlich besorgt bei den aktuellen Angst-Themen IS und Ebola sind allein die Anhänger der FPÖ, der größten Angstmacher-Partei im Lande.

Das sollte einmal mehr nachdenklich machen: Mit den allergrößten Lettern und besonders reißerischen Schlagzeilen schürt allein der Gratis-Boulevard die Angst vor Ebola und IS. Die maßlosen Medien werden weiterhin über die Maßen mit Inseraten der rot-grünen Stadt Wien und der rot-schwarzen Regierung gefüttert. Wer Alarmismus in den Medien düngt, erntet Hysterie in der Politik. Nutznießer ist einmal mehr allein der Anführer der Angstbeißer-Partei, Heinz-Christian Strache.

Das offizielle Österreich tut weiter gut daran, auch nach dem Anschlag in Ottawa erhöhte Vorsicht walten zu lassen . Hysterische Aufgeregtheit dient weder der Sicherheit noch dem politischen Klima im Lande.

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