über die Steuersenkung
03/16/2015

Die Wirtschaft braucht PR-Experten

Vertreter von Wirtschaft und Industrie sehen sich als Verlierer der Steuersenkung. Da sind sie selbst schuld.

von Helmut Brandstätter

Aber gerade Unternehmer sind es doch gewohnt, Risiko zu übernehmen.

Dr. Helmut Brandstätter | über die Steuersenkung

Je länger die Diskussion über eine Steuerreform lief, umso mehr betonte der ÖGB, dass er FÜR eine Steuersenkung sei. Mehr netto vom Brutto. Wirtschaft und Industrie hingegen erklärten vor allem, dass sie GEGEN alles Mögliche seien, vor allem gegen Erbschaftssteuern und Vermögenssteuern. Damit haben sie sich ja durchgesetzt, aber dieser Erfolg kommt teuer. Registrierkassen bringen hoffentlich mehr Ehrlichkeit, aber auch mehr Bürokratie. Und die höhere Besteuerung von Dividenden trifft ja nicht nur Aktienbesitzer, sondern auch Unternehmer mit einer GesmbH.

In Summe kann man sagen, dass auch die Vertreter der Wirtschaft sich eher für diejenigen einsetzen, die es schon geschafft haben, und sei es durch eine Erbschaft, aber nicht für aufstrebende Jungunternehmer. Von Gewerkschaft und Arbeiterkammer sind wir es ja gewohnt, dass sie eher auf diejenigen schauen, die einen Arbeitsplatz haben, als auf die Arbeitslosen. Unsere Gesellschaft ist eben in all ihren Bereichen vor allem darauf aus, das Erreichte zu erhalten, Pioniere müssen anderswo hingehen.

Aber gerade Unternehmer sind es doch gewohnt, Risiko zu übernehmen. Dafür sollen sie belohnt werden, und nicht für windige Steuerdeals. Jeder weiß, dass viele Vermögende beträchtliche Beträge an Schwarzgeld aus der Schweiz nach Österreich überwiesen haben. Wirtschaftsvertreter würden an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie dagegen ebenso laut protestierten wie gegen höhere Steuern. Und wenn sie für die weitere Entlastung des Faktors Arbeit kämpfen, und für die Förderung von gemeinnützigen Stiftungen. PR-Experten werden noch ein paar Ideen haben, positiv und im Sinne des Landes und junger Unternehmer sollten sie halt sein.

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