Bravo, ihr innovativen Österreicher!

So schlecht kann die Stimmung in der Politik gar nicht sein: Findige Firmen verkaufen tolle Produkte weltweit.

Jetzt sind auch die Landeshauptleute, sonst Brüder im föderalistischen Geist, uneinig. Der schwarze Salzburger Haslauer will im Herbst wählen, die Roten Niessl (Burgenland) und Kaiser (Kärnten) hingegen nicht. Als ob es nicht reichen würde, dass die Regierung streitet. Wir erleben ja, wie SPÖ und ÖVP ständig immer wieder neue Gesetzesvorschläge machen, ohne sich abzusprechen, wie Bundeskanzler Kern und Außenminister Kurz durch Österreich touren, auf der Suche nach Wählern und besseren Umfragen. Wie in beiden Regierungslagern Material gegen die Spitzen der anderen Partei gesucht wird. Nur: Davon wird nicht eines der drängenden Probleme des Landes gelöst.

Die Schulreform steht wieder still, weil ein starker Arm es will, die Bürokratie widersteht allen Anfeindungen, und Fehler in der Integration werden sich rächen. Aber: Da kommt die Meldung, dass die Österreicher Gebauer und Griller Kabelstränge für Tesla-Elektroautos nach Kalifornien liefern werden. (Hoffentlich hört Trump das nicht). Österreichische Unternehmen sind mit ihren Mitarbeitern, die aus vielen Ländern kommen, höchst erfolgreich, rund 120 sind in ihrem Bereich Weltmarktführer, ein Garant für künftigen Wohlstand. Politiker bekommen in ihren Jubelveranstaltungen Applaus, wenn sie andere verächtlich machen. Dabei hören wir immer öfter den Wunsch nach mehr positiven Meldungen, nach Berichten über Erfolge im Land.

Wir tun das gerne. Aber mit dem Zusatz, dass wir eine Regierung bräuchten, die das Land modernisiert, vor allem im Bereich Bildung. Und uns mit den öden Strategiespielchen verschonen möge. Wenn es nicht anders geht, durch baldige Neuwahlen.

(kurier) Erstellt am
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