über die iranischen Wahlen

Schwaches Regime geht aufs Ganze

von Konrad Kramar

05/23/2013, 04:00 AM

Ein Va-Banque-Spiel, das mit dem eigenen Untergang enden könnte.

Mag. Konrad Kramar | über die iranischen Wahlen

Als bewusste Provokation muss man die jüngste Aktion des Mullah-Regimes verstehen. Die Präsidentschaftswahl, bei der nun fast ausschließlich Handlanger des religiösen Führers Ali Khamenei zur Wahl stehen, ist damit offiziell zur Farce degradiert und mit ihr die immer schon teilentmündigte iranische Demokratie. Das Regime stellt sich nicht nur gegen die Reformer, mit denen man es sich schon unter Ahmadinejad verscherzt hat, sondern auch gegen die Geschäftswelt, die auf Rafsanjani als überfälligen Problemlöser in der eskalierenden Krise gesetzt hatte. Beide Gruppen wird man von jetzt an mit brutaler Unterdrückung unter Kontrolle halten müssen. Ein Va-Banque-Spiel, das mit dem eigenen Untergang enden könnte.

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