über Red Bull Salzburg
10/20/2013

Zum Kopfschütteln

von Wolfgang Winheim

Was vom FC Multikulti geboten wird, hat nichts mehr mit emotionslosem Konzern-Kick zu tun

Wolfgang Winheim | über Red Bull Salzburg

In den letzten 37 Spielen trafen Red-Bull-Profis stets ins Tor. Doch abgesehen von der Statistik – auch Fußballfreunde, die nicht zu den 6000 Salzburger Abo-Besitzern zählen oder als Sky-Kunden regelmäßig Salzburg-Spiele sehen können, sollen wissen:

Was vom FC Multikulti geboten wird, hat nichts mehr mit emotionslosem Konzern-Kick zu tun. Es ist optisch das Beste seit dem Fußball-Einstieg des Dosen-Imperiums – und zugleich problematisch für die Meisterschaft.

An der Spitze zieht Salzburg davon. Am Tabellenende scheint aufgrund der Acht-Punkte-Strafe für die Admira auch schon alles so gut wie entschieden.

Typisch Operetten-Liga, könnten die deutschen Nachbarn bei ihrem gelegentlichen, verächtlichen Blick über die Grenzen wieder sagen, wenn, ja wenn die Deutsche Bundesliga soeben nicht selbst Anlass zum Kopfschütteln geben würde.

In einer Super-Arena, die teurer war als sämtliche Stadien in Österreich, wurde vergessen, das Netz zu flicken. Und so konnte es passieren, dass Leverkusen gegen die gastgebenden Hoffenheimer ein Tor zugesprochen wurde, das keines war.

Alle, auch „Schütze“ Kießling, sahen, dass der Ball am Außennetz gelandet war, ehe er ins Tor rutschte. Nur der Schiedsrichter bemerkte es nicht. Endstand 2:1 für Leverkusen. Proteste erfolglos. Dabei ließe sich so eine eindeutige Panne zumindest in der höchsten Spielklasse, in der jedes Match von zig Kameras dokumentiert wird, ganz einfach vermeiden: Indem der vierte Schiedsrichter am Spielfeldrand über einen Bildschirm verfügt. Da das gesamte Schiedsrichterteam per Headset ohnehin miteinander verbunden ist, bräuchte der vierte Mann den Referee nur aufklärend anzufunken: „Kein Treffer. Annulliere ihn.“

Weil aber im Fußball immer noch konservative Typen das Sagen haben, wird von der Nächstliegenden aller Lösungen nach wie vor abgesehen. Vielleicht auch mit Hintergedanken:

Weltweit wurde das Phantomtor in TV-Sendern und Internet-Foren zum Renner. Die Deutsche Bundesliga bleibt im Bilde.

So oder so.

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