Vorsätze

Tierisches ist wieder in Mode. Der Polster mit dem Bild einer Katze, die Buchstützen in Form eines Affen und eine ganze Hundefamilie aus Porzellan. Verspieltes Inventar bietet den Bewohnern – weil es an die Kindheit erinnert – Sicherheit. Und das ist in Zeiten wie diesen wichtig geworden. Doch das Anhäufen von (tierischen) Nippes ist nicht jedermanns Sache. Raum für Neues zu schaffen ist nicht nur zu Jahresbeginn ein guter Vorsatz. Wer die Wohnung entrümpelt, entrümpelt auch den Geist. Minimalistisch Wohnen konzentriert sich auf das Wesentliche und ist eine Entscheidung zwischen Qualität und Quantität. Lieber ein schönes Möbelstück, das wirken kann, weil es nicht von unzähligem anderen Mobiliar erdrückt wird. Für das Ausmisten gibt es zum Jahreswechsel eine goldene Regel: Alles, was im abgelaufenen Jahr nicht gebraucht wurde, wird auch im kommenden Jahr nicht vermisst werden.

Tierisch ernst muss die Regel aber nicht eingehalten werden. Dinge, die ans Herz gewachsen sind, wie besondere Erinnerungsstücke oder Geschenke, haben auch im neuen Jahr ihre Berechtigung.


ulla.gruenbacher(at)kurier.at

(KURIER) Erstellt am
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