Realitäten: Leer

FREMD
Foto: KURIER/Christandl

Die wöchentliche Kolumne von Ulla Grünbacher.

Leer stehende Büros haben auch ihr Gutes. In London und anderen Bürozentren wurden vor der Schuldenkrise viele Büros für Banken und Versicherungen aus dem Boden gestampft. Doch die Unternehmen haben derzeit andere Probleme und scheuen den Umzug in ein neues Büro.

Nun kommt Interesse von unerwarteter Klientel, aus Hollywood. Für Filmcrews sind die leeren Büroetagen ein idealer Drehort. James Bond, Batman oder Johnny English spülen nicht nur Geld in die Kassen der Vermieter, sondern bringen auch gute Publicity. Auch die Modeindustrie weiß die idealen Räume zu schätzen. Laufstege durch leere Hallen machen sich gut, hat die London Fashion Week gezeigt.

Frankfurt, größte Bürostadt Deutschlands, geht einen anderen Weg. Hier werden die alten, leer stehenden Bürotürme zu Wohnungen umgebaut. Diese gehen weg wie warme Semmeln.
Auch Wien würden glamouröse Kurzmieter oder der Umbau in Wohnungen gut tun. Heuer werden erstmals sieben Prozent aller Büros leer stehen, innerstädtische Wohnungen hingegen fehlen an allen Ecken und Enden.

ulla.gruenbacher@kurier.at

(kurier) Erstellt am
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