über das Wohnen in Schrebergärten
02/23/2013

Klein

von Ulla Grünbacher

Menschen zieht es in Kleingärten, weil nicht ausreichend leistbare Wohnungen vorhanden sind.

Mag. Ulla Grünbacher | über das Wohnen in Schrebergärten

Deutschland macht angesichts fehlenden Wohnraums das, was Wien schon lange getan hat: In Schrebergärten ganzjähriges Wohnen zuzulassen. Wohnen im Kleingarten soll vorerst in Bremen erlaubt werden, ein Vorstoß, dem weitere Städte folgen könnten. Warum es mehr Menschen in Kleingärten zieht, liegt einerseits daran, dass nicht ausreichend leistbare Wohnungen vorhanden sind. Andererseits wächst die Zahl jener, die nicht in einer städtischen Wohnanlage leben wollen. Viele wollen ins Grüne, dafür nehmen sie in Kauf, dass es nicht die Villa mit Parkgarten ist sondern ein Schrebergarten mit einem kleineren Häuschen. Das Motto: wenige Quadratmeter, aber dafür Freiraum im Grünen. Kleine Wohnungen haben den Vorteil, dass der Raum gut genutzt wird (werden muss). Unnötiges Inventar Jahrzehnte in Keller, Dachboden oder Abstellraum zu horten ist hier nicht möglich. Platzsparend sind Möbel mit Doppelfunktion. In der Sitzbank ist Stauraum, ein beidseitig genutztes Bücherregal trennt den Wohnraum vom Schlafbereich. Große Wohnungen können viele einrichten, bei kleineren ist Kreativität gefragt.

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