Grün

Begrünte Fassaden verhindern im Sommer aufheizen und reduzieren Wärmeverlust im Winter.

| über grüne Architektur

Grüne Architektur erobert zunehmend die Städte. Grün sind Häuser im übertragenen Sinn, wenn sie wenig Energie verbrauchen. Auch eine grüne Fassade – wie bei der MA 48 am Margaretengürtel – aus Efeu und anderen Kletterpflanzen ist gut für das Klima. Denn begrünte Fassaden verhindern, dass sich Gebäude im Sommer aufheizen und reduzieren auch den Wärmeverlust im Winter. Vor mehr Insekten brauchen sich die Bewohner angeblich nicht zu fürchten. Einige internationale Projekte haben sich mit den Möglichkeiten der Begrünung beschäftigt. Wie etwa der Flower Tower in Paris, dessen Name irreführend ist, weil er mit Bambus begrünt ist. Mit echtem Grün arbeitet der Bosco Verticale – vertikaler Wald –, der in Mailand in Bau ist. Die beiden Türme mit 100 beziehungsweise 76 Metern Höhe werden mit über 900 Bäumen bepflanzt und bringen damit einen echten Wald mitten in die Stadt. Wien ist keine Betonwüste und braucht deshalb keine vertikalen Wälder. Wer dennoch an Begrünung denkt, kann sich bei der Stadt Wien nach einer Förderung erkundigen. Denn Grün wird belohnt.

ulla.gruenbacher@kurier.at

( Kurier ) Erstellt am 02.03.2013