Generationenvertrag

Manchmal wird aus der Zweckgemeinschaft sogar Freundschaft.

Mag. Ulla Grünbacher | über Wohnen für Hilfe

Wohnen wird in Österreichs Ballungsräumen auch 2013 wieder etwas teurer. Mit dem nötigen Budget ist das kein großes Problem, für Studenten wird die Zimmersuche aber immer schwieriger. Eine etwas andere Form der Miete ist das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Junge Menschen, vor allem Studierende, suchen günstigen Wohnraum und bieten dafür ihre Hilfe im Haushalt an. Viele ältere Menschen haben Platz und wünschen sich gelegentlich Unterstützung im Alltag. Im Idealfall profitieren beide Seiten, manchmal wird aus der Zweckgemeinschaft sogar Freundschaft.

In Graz und Innsbruck werden diese Interessen bereits zusammengeführt, weitere Projekte könnten folgen. Abgerechnet wird je nach Vereinbarung, als Faustregel gilt ein Quadratmeter Wohnraum für eine Stunde Arbeit pro Monat. Doch es zählt weniger das Geld als das Zwischenmenschliche. Noch ist in Graz, wo die ÖH ein Projekt dieser Art unterstützt, die Nachfrage von Studenten größer als das Angebot. Gefragt sind Senioren, die keine Bedenken haben, fremde Menschen in ihr Haus zu lassen.

Das Ergebnis: ein Generationenvertrag, der funktioniert.

ulla.gruenbacher(at)kurier.at

Erstellt am 04.01.2013