über sommerliche Angst-Tiere.
07/27/2015

Von Bibern und Wespen

von Guido Tartarotti

Wespen sind, im Unterschied zu Menschen, nicht aggressiv.

Guido Tartarotti | über sommerliche Angst-Tiere.

Jeder Sommer in Österreich braucht sein Angst-Tier. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben, damit wir Journalisten unsere Zeitungen vollkriegen und die Leute bei der Hitze mit Angsthaben beschäftigt sind.

Da gab es z. B. 2006 die Dornfingerspinne (die angeblich drei Menschen gebissen hatte, was zu einer Massenpanik führte). Da gab es 2012 das Drautalkrokodil (das Kinder gesehen haben wollten, weswegen sogar ein Hubschrauber zum Sucheinsatz kam und eine Krokodilologin tagelang Interviews gab). 2012 war ein üppiges Jahr, denn da wurde auch der „Killer-Wels“ gesichtet. Da gab es 2010 sogar die „Killer-Kröte“, (eine Schildkröte, die in einem Badeteich eine Schwimmerin in die große Zehe gebissen hatte).

Nur heuer sah es schlecht aus. Als man schon befürchtete, die angstmäßig wenig potente Gelse müsse wieder ran, tauchte doch noch ein Tier auf: der Klosterneuburger Beiß-Biber. Und es gibt natürlich die „aggressiven Wespen“. Was Unfug ist: Wespen sind, im Unterschied zu Menschen, nicht aggressiv. Sie stechen nur, wenn sie sich fürchten.

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