Meinung | Kolumnen | Ohrwaschl
28.06.2017

Sex oder Kreuzworträtsel

Kreuzworträtsel trainieren das Gehirn so wie regelmäßiger Sex.

Guido Tartarotti | über Vergessen und Merken.

Regelmäßiger Sex über 50 (Jahre!) trainiert das Gehirn ebenso gut wie das Lösen von Kreuzworträtseln, berichtete der geschätzte Kollege A. S. kürzlich an dieser Stelle über eine britische Studie.

Versuchspersonen, die mindestens ein Mal pro Woche Sex hatten (hatten klingt so blöd – wie kann man das besser sagen? Machten, betrieben, verübten?) schnitten bei bestimmten Tests klar besser ab als Koitalverweigerer. So konnten sie in 60 Sekunden mehr Tierarten aufzählen und mehr Wörter mit F nennen (man beachte das höchst frivole F – nicht etwa das keusche K, das prüde P oder das yrrsinnig romantische Y). Außerdem zeigten sie größere Gewandtheit beim Zeichnen eines Uhren-Ziffernblattes aus dem Gedächtnis.

Jetzt könnte man natürlich die Frage stellen, warum es von Vorteil sein soll, mehr Tiere und Wörter mit F aufzählen sowie eine Uhr zeichnen zu können. Aber das wäre kleinlich – Hauptsache, für Sex gibt’s immer einen Grund. Und wer nicht will: Das Lösen von Kreuzworträtseln trainiert das Gehirn ebenso gut wie Sex. Sagt die Studie.