ĂŒber Radfahrer

Radfahrer II

von Guido Tartarotti

07/15/2013, 03:40 AM

Es gibt rĂŒcksichtslose Radfahrer, so wie es rĂŒcksichtslose Autofahrer gibt.

Guido Tartarotti | ĂŒber Radfahrer

Unser Leser Wilfried K. Ă€rgerte sich ĂŒber die am Sonntag hier abgedruckte Glosse „Radfahrer“, in der Freude darĂŒber geĂ€ußert wurde, dass immer mehr Menschen mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit fahren: Man solle Radfahrer nicht verherrlichen, schließlich gebe es unter ihnen RĂŒcksichtlose und Undisziplinierte.

Da hat Wilfried K. recht. Ja, es gibt rĂŒcksichtslose und undisziplinierte Radfahrer, so wie es rĂŒcksichtslose und undisziplinierte Autofahrer gibt (und FußgĂ€nger, LinkshĂ€nder, AnwĂ€lte, Tiroler, Kaffeetrinker, Fußballfans und Dostojewski-Leser – zusammengefasst: Menschen). Das Problem mit den rĂŒcksichtslosen Radfahrern ist ja kein Problem mit dem Fahrradfahren, sondern mit der RĂŒcksichtslosigkeit. Rustikal ausgedrĂŒckt: Der Fahrradtrottel ist kein Trottel, weil er Rad fĂ€hrt – sondern weil er ein Trottel ist. Er ist es auch dann, wenn er nicht Rad, sondern Auto fĂ€hrt oder ganz etwas anderes tut. Die Tatsache, dass das Fahrrad auch von Trotteln benutzt wird, macht es noch nicht zu einem schlechten Verkehrsmittel.guido.tartarotti@kurier.at

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