Kolumnen Ohrwaschl
10/27/2016

Post aus der Vergangenheit

von Birgit Braunrath

Schlank ist es geworden, das Telefonbuch (= eine Art Suchmaschine aus Papier, in der man Telefonnummern, alphabetisch nach Namen sortiert, findet – vorausgesetzt, man beherrscht das ABC). Zum Nationalfeiertag steckte die neue Ausgabe im Postkasten (= eine Art Mailbox aus Metall, die analoge Post aufnimmt, solange die Datenmenge ein bestimmtes Volumen nicht übersteigt).

Das Staunen beim Nachwuchs war groß: „Was ist das? Und wer braucht das?“ Schwer zu sagen. Seit „Wetten, dass ..?“ in Frieden ruht, dient das Telefonbuch nicht einmal mehr für Zerreißproben. Verwendet wird es meist nur noch im übertragenen Sinn – wenn jemand eine schöne Stimme hat, sagt man: „Der kann auch das Telefonbuch vorlesen.“ Und es ist ein Back-up, falls der Strom und damit das Googeln ausfällt. Aber das lässt der Nachwuchs nicht als Daseinsberechtigung gelten: „Dafür gibt’s externe Akkus.“

Später, bei „Trivial Pursuit“, taucht die alte Frage auf: „Was kann man nur in Telefonzellen mit ,R‘?“ (Antwort: „Zurückgerufen werden.“) Erneut Fassungslosigkeit beim Nachwuchs: „Und was ist eine Telefonzelle?“

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