Ab sofort scheu
Ich werde ab sofort sehr medienscheu sein.
Ich baue jetzt Einkaufszentren und möchte das Leben noch ein wenig genießen“, sagt Frank Stronach im KURIER-Interview. Verständlich: Wer möchte das nicht? (Wobei wohl eher wenige auf den Gedanken kämen, „Leben genießen“ mit „Einkaufszentren bauen“ gleichzusetzen – ist doch schon das Frequentieren der meisten Einkaufszentren mühsam genug.)
Jetzt ist das passiert, was jeder politisch Interessierte vorausgesagt hat: Sobald Stronach mit seiner Partei wider Erwarten doch nicht Kanzler geworden sein wird, wird ihm sein Spielzeug fad sein und er wird sich grollend entfernen (so, wie er es tat, als die Austria überraschend doch nicht die Champions League gewann). Wie sein Ex-Berater analysiert, ist Stronach an seinem politischen Misserfolg selbst schuld, weil er zunehmend skurrile Positionen einnahm.
Was bleibt? Ein paar verschreckt wirkende Stronach-Abgeordnete, ein paar surreale YouTube-Clips und die Ankündigung: „Ich werde ab sofort sehr medienscheu sein.“ Satiriker werden das mit Furcht hören.