über Prognosen und Wirklichkeit
07/21/2015

Wetter-Astrologie

von Andreas Schwarz

Es ist zu heiß, zu kalt (wie fühlt sich zu kalt noch mal an?), zu unbeständig, zu fad – auf jeden Fall "zu".

Andreas Schwarz | über Prognosen und Wirklichkeit

Das Wetter interessiert uns am meisten dann, wenn’s noch nicht ist. Weil wenn es da ist, kennen wir es eh: Es ist zu heiß, zu kalt (wie fühlt sich zu kalt noch mal an?), zu unbeständig, zu fad – auf jeden Fall "zu".

Aber das kommende "zu", das verspricht Spannung. Und so kommt es vor, dass drei Menschen im Garten sitzen und auf ihre Handy-App schauen: "Um 20 Uhr regnet’s mit 60 % Wahrscheinlichkeit", sagt der eine; "Bei Sonnenaufgang um 5 Uhr 9 hat’s schon 23 Grad", der andere; "Geh’n wir rein, es gewittert jetzt", der Dritte – unter wolkenlosem Himmel. Noch lustiger ist nur das Wetterorakel in diversen Boulevard-Postillen, die ein halbes Jahr voraus sibirische Winter oder verpatzte Sommer prophezeien. Motto: Wer erinnert sich dann noch an Prognosen?

Es gibt auch Menschen, die exakte Prognosen brauchen, Piloten vor dem Anflug, Bauern vor der Ernte, Bauträger vor der Arbeit zum Beispiel – die wenden sich an seriöse Wetterdienste (siehe Seite 15) . Aber nur so zum Spaß, da reicht die beschriebene Wetter-Astrologie.

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