über Wahlkämpfe
09/22/2013

Ruhige Hände

von Andreas Schwarz

Und was ist mit anpacken? In die Hand nehmen? Chancen ergreifen?

Andreas Schwarz | über Wahlkämpfe

Im Wahlkampf haben es die Regierenden natürlich schwer: Sie wollen Dynamik signalisieren und versprechen Veränderung, zu der sie eigentlich viel Zeit gehabt hätten; und sie müssen der im Volk verbreiteten Veränderungsangst entsprechen, die da heißt: „Nur keine Wellen“.

Dafür hält die Hand her, im Idealfall die ruhige.

Schon François Mitterrand reichte seinen Wählern einst als „ruhige Kraft“ die ebensolche Hand. Gerhard Schröder bewies manuelles Kopiergeschick und propagierte eine Politik der „ruhigen Hand“. Bei Werner Faymann ist die ruhige Hand auch eine „sichere“, und zwar „in stürmischen Zeiten“ (selbst wenn auf den Plakaten kein Lüfterl im Haar und auch keine Hand zu sehen war). Und Angela Merkel ist überhaupt der selbsterklärte Inbegriff der „ruhigen Hand“, derer gleich zwei sie gerne in die ruhende Rautenform legt.

Und was ist mit anpacken? In die Hand nehmen? Chancen ergreifen? Energisch hand-eln. Nur ruhig, das kommt nach der Wahl. Oder so.

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