über Rettungsgassen, Weltraumminister und Unlogik.
01/12/2015

Im All und in der Gasse

von Guido Tartarotti

Das Konzept beruhte auf Hörensagen.

Guido Tartarotti | über Rettungsgassen, Weltraumminister und Unlogik.

Dem Vernehmen nach hat der Verkehrs-, Technologie-, Infrastruktur- und Weltraumminister (ja, das ist er wirklich) Alois Stöger nach der Landung der österreichischen Weltraummission „Rosetta“ auf dem Kometen „Tschuri“ versucht, dort die Rettungsgasse einzuführen. Das hat aber nicht geklappt – wir kriegen das nicht einmal hin, wenn nur ein einziges Fahrzeug beteiligt ist ...

Es ist interessant, sich daran zu erinnern, warum die Rettungsgasse überhaupt beschlossen wurde – weil bei Stau auf der Autobahn der Pannenstreifen stets sofort verstopft war und die Einsatzfahrzeuge deshalb nicht durchkamen. Das heißt: Um einen durch Rücksichtslosigkeit entstandenen Missstand zu beheben, griff man zu einer Maßnahme, deren Funktionieren Verzicht auf Rücksichtslosigkeit voraussetzt. Fiel niemandem auf, dass diese Idee, vorsichtig formuliert, auf dem Ignorieren von Logik beruht?

Jetzt stellte sich heraus, das Konzept für die Rettungsgasse beruhte nur auf Hörensagen - auf einer Plauderei unter deutschen und österreichischen Rotkreuzleuten. So fallen bei uns millionenteure Entscheidungen. Aber dafür haben wir einen Weltraumminister (damals übrigens Doris Bures).

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