Hammanonie (II)

Wer bitte lasst fragen?

Guido Tartarotti | über Probleme und Lösungen.

Gestern haben wir hier die drei Grundtypen des Problemlösers kennengelernt. a) Der „Ja, aber“-Sager, der Probleme so lange aussitzt, bis sie entweder von selbst weggehen oder zu einem lieb gewonnenen Teil der Einrichtung geworden sind; b) der „Ja, und“-Sager, der ständig Probleme sucht, findet und löst, auch dort, wo eigentlich gar keine sind; und c) der „ Hammanonie“-Sager, der findet, wenn sich ein Problem den seit Jahrhunderten erprobten Lösungen verweigert, dann hat das Problem eben Pech gehabt.

Unser Leser Heinz J. steuert dazu die drei unwiderlegbaren österreichischen Argumente bei. 1.: „Des hamma imma so g’mocht“ (Übersetzung: Eine Veränderung ist nicht möglich, frag ja nicht, warum!). 2.: „Des hamma no nie so g’mocht“ (Übersetzung: Eine Veränderung ist nicht möglich, frag ja nicht, warum!). 3.: „Do könnt ja a jeder kumman“ (Übersetzung: Du kennst dich nicht aus, geh weg!).

Denn Probleme gibt es ja überhaupt nur, wenn man die österreichische Hauptdirektive außer Acht lässt:

Wer bitte lasst fragen?

( kurier.at ) Erstellt am 01.09.2016