über Schiedsrichterentscheidungen
06/14/2014

Gerechtigkeit und Würde

von Guido Tartarotti

Der Gerechtigkeitsgewinn ist minimal, der Verlust an Würde enorm.

Guido Tartarotti | über Schiedsrichterentscheidungen

Ein einziges Spiel. Länger hat die WM nicht gebraucht, um die obligate Schiedsrichter-Debatte zu eröffnen.

In einer gerechten Welt, sagen die einen, hätten die Kroaten (wie in anderen Sportarten üblich) den falschen Elfmeterpfiff für Brasilien beeinspruchen können, ein Oberschiedsrichter hätte sich die Szene in Zeitlupe angesehen, eine endgültige Entscheidung gefällt und nach zwei Minuten wäre die Partie in Ruhe fortgesetzt worden (natürlich müsste man die Möglichkeit zum Einspruch auf ein, zwei Mal pro Spielhälfte beschränken). Die Fußball-Traditionalisten halten dagegen, dass das nicht geht, weil ... weil ... das haben wir nie so gemacht.

Dafür muss der Schiri jetzt eine Spraydose mit sich führen und vor Freistößen die Wiese anmalen, was Zeit kostet und unsagbar blöd aussieht. Der Gerechtigkeitsgewinn ist minimal, der Verlust an Würde enorm. Was kommt als Nächstes? Tatort-Skizzen nach Foulspiel? Gemeinsames Ausfüllen eines Unfallberichts? Oder schreibt der Referee, wenn ihm fad ist, " Puber" auf den Rasen?

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