über Spitalsärzte
10/24/2014

Ermüdungserscheinungen

von Birgit Braunrath

Da sollte es keine Ermüdungs-Erscheinungen aufgrund überlanger Dienste geben.

Birgit Braunrath | über Spitalsärzte

In allen Berufsgruppen gibt es Fehler. Sogar bei Journalisten. Vor allem, wenn diese übermüdet sind. So erschien an dieser Stelle einst eine Glosse, in der die Rechnung 44 + 66 = 100 angestellt wurde. Ein Fehler, der wohl eher dem überlangen Wochenenddienst als mangelnder Volksschulreife der Autorin geschuldet war. Die Folge: Binnen 14 Tagen kamen Hunderte – zum Teil nicht unhämisch abgefasste Lesermails – von Nachhilfe-Offerten bis Intelligenztest-Links. Aber es kam niemand persönlich zu Schaden. Die Autorin schlief sich nach dem XXL-Dienst aus, konnte wieder 4 und 6 zusammenzählen, beantwortete die Mails, alles war gut.

Anders, wenn Ärzte Fehler machen. Da geht es ums Leben und manchmal ums Überleben. Da sollte es keine Ermüdungserscheinungen aufgrund überlanger Dienste geben. Insofern ist es beruhigend, dass Österreich jetzt mit nur zehn Jahren Verspätung eine EU-Vorgabe erfüllt: Die wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit von Spitalsärzten wird von 60 auf 48 Stunden reduziert. Stufenweise in sechs Jahren. Dann also doch lieber gesund bleiben bis 2021!

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