über das innere Aufbegehren
12/27/2014

Das innere Aufbegehren

von Birgit Braunrath

So funktioniert der Mensch. Er tut gern das Gegenteil von dem, was er tun sollte.

Birgit Braunrath | über das innere Aufbegehren

Wir kennen das Phänomen aus der Kindererziehung ebenso wie aus der Partnerbekehrung: Erzähl deinem pubertierenden Gegenüber, dass es sich warm anziehen solle – und es wird in kurzen Hosen frieren. Sag dem wimmernden Kekstiger, dass der 50. Marzipantaler sein Leid nicht lindern werde – und er wird sich auch noch den 52. einverleiben. So funktioniert der Mensch. Er tut gern das Gegenteil von dem, was er tun sollte. Das untermauert – vermeintlich – seine Selbstbestimmtheit. Wer das weiß, formuliert folgerichtig verkehrt: "Nimm noch ein paar Marzipantaler! Ab dem 50. sollen sie Magen-Darm-entlastende Wirkung haben." Die logische Reaktion: "Ganz sicher nicht. Deine Gesundheitstipps kannst du dir behalten!" – Ziel erreicht.

Probieren wir es doch auch mit uns selbst. Wie stets lauten die faden Vorsätze der Österreicher: "Mehr Sport. Gesündere Ernährung". – So wird das nichts. Besser wäre: "Weniger Bewegung. Mehr Schnitzel." Ds mag im Jänner noch zu Gewichtszugewinnen führen. Aber sobald das innere Aufbegehren einsetzt, sind wir auf der Siegerstraße.

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