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23.03.2017

„Zaubawiafl“

Meint er damit nicht den Rubik’s Cube, sondern den Kopf beim Fußballspiel.

Mag. Uwe Mauch | über den "Zauberwürfel"

Mitmenschen, die so wie wir Deutsch als Muttersprache für sich reklamieren, jedoch nicht im Großraum Wien geboren wurden, sondern ein paar 100 Kilometer weiter nördlich, haben öfters Schwierigkeiten, das von uns Gesagte richtig zu deuten. Hier fünf Orientierungshilfen:

Wenn mein Freund Andy lautstark reklamiert, gefälligst den Zaubawiafl ( Zauberwürfel) zu verwenden, meint er damit nicht den Rubik’s Cube vom ungarischen Bauingenieur Ernő Rubik, sondern den Kopf beim Fußballspiel.

Wenn dann der Andy sauer ist, ist er nicht total genervt, weil das mit dem Zauberwürfel wieder einmal daneben ging, nein, dann sind seine Muskeln überstrapaziert (von der Büro- oder Gartenarbeit) – und er säbelt selbst am Ball vorbei.

Wenn der Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen von Schienenersatzverkehr spricht, meint er damit ganz sicher keine Bim (Straßenbahn), sondern seine Fahrt mit dem Taxi.

Wenn der Herr Doktor eines Wiener Verlags erklärt, in den nächsten Tagen Bescheid zu geben, ist das ein glattes Nein.

Und wenn sich der gemeine Austria-Wien-Anhänger erkundigt, was die Rapid und die Admira gemeinsam haben, dann kann die richtige Antwort nur lauten: Gemeinsam haben die beiden so viele Punkte in der Meisterschaft wie die Austria.