Vorstadthaberer

Eine Handvoll Schmäh dreschender Fußballfreunde zieht sich in den Turnsaal eines Floridsdorfer Gymnasiums zurück.

Mag. Uwe Mauch | über Vorstadthaberer

Vorstadtweiber: Meine Kollegin Julia Pfligl ist von der bis zum Abwinken beworbenen ORF-Serie alles andere als angetan. So was von plump und an den Haaren herbeigezogen! Notierte sie vor zwei Tagen an dieser Stelle. Ihr könnte geholfen werden. Ich habe hier mal auf die Schnelle eine Skizze und die zentralen Figuren für ein realitätsnäheres TV-Format entworfen, aus der echten Vorstadt (Floridsdorf):

Titel: Vorstadthaberer.

Plot: Eine Handvoll Schmäh dreschender Fußballfreunde zieht sich jeden Donnerstagabend in den Turnsaal eines Floridsdorfer Gymnasiums zurück, um sich dort die gepflegten Speisen und Getränke beim anschließenden Besuch des „Neusiedler“ (Best of Beisl jenseits der Donau) zu verdienen. Dabei fallen nicht nur Bälle, sondern naturgemäß auch Wuchteln.

Hauptdarsteller: Adschi, der die Kugel am liebsten mit seinem Kopf ins Tor des Gegners bugsiert, sofern er nicht zu einem Headbanger-Konzert in die Arena muss. Horstl, der nur die Tarockkarte durchdachter spielt als den Fußball. Vickerl, der Kassier, der öfters in einen argen Stau auf der Südosttangente gerät. Andy, den sie wegen seines Mitteilungsdrangs während des Kicks auch „Karajan des Marchfelds“ nennen. Bummi, der seinen Haberern als umsichtiger Präsident dient.

( kurier.at ) Erstellt am 17.03.2016