Meinung | Kolumnen | Meine Stadt
08.02.2018

Rapid? Danke, nein

Das Herumeiern in Hütteldorf widert mich hingegen an.

Mag. Uwe Mauch | über Rapid

In der Schule waren die meisten Kinder „Rapid“, und die zweitmeisten „ Austria“. Sodann gab es noch versprengt einige Admira-, Vienna- und Sportclub-Anhänger. Ich war „Austria“, weil der Vater, der Bruder und alle anderen in meiner Familie auch für die Veilchen Daumen drückten.

Mit 10+ liebäugelte ich eine Zeitlang mit den Blau-Gelben auf der Hohen Warte. Weil ich im Nachwuchs der Vienna gekickt habe. Aber blöderweise war das eine sehr gute Zeit der Austria. Prohaska und Co. gewannen Meistertitel und Cups nach Belieben, und wenn sie über das Parkett der Stadthalle fegten, waren sie geschmeidiger als die Artisten im Zirkus.

Dessen ungeachtet habe ich auch mit Rapid immer ein bisserl sympathisiert. Weil die Robert Pecls und Funki Feurers ehrliche Fußballarbeiter waren. Und weil auch damals viele grundsätzlich nette Menschen zu den Grün-Weißen hielten.

Aber wenn dir heute einer erklärt, dass Rapid Religion ist und „der Holzhauser“ ein Oasch, und der Rapid-Trainer zu den Wurfgeschoßen aufs Spielfeld keine klaren Worte finden kann, und dann einer allen Ernstes sagt, dass schon wieder eine arge Hetze gegen seine Rapid betrieben wird, fällt mir nur eines ein: Danke, nein! Mich fasziniert Fußball, sehr sogar. Das Herumeiern in Hütteldorf widert mich hingegen an.