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01.03.2018

Antwort von der Bahn

Und siehe da! Fast jede/r hatte spontan auch eine gute Geschichte parat.

Mag. Uwe Mauch | über Good news

Der Fehler lag eindeutig bei mir. Ich habe die falschen Fahrkarten gekauft. Ein freundlicher Bahnmitarbeiter auf dem Hauptbahnhof gab mir dann den Rat, bei der ÖBB-Kundenservicestelle um Kulanz anzusuchen. Das Fragen kostet nichts. Nur wenige Tage später erhielt ich die Nachricht, dass mir ausnahmsweise Kulanz gewährt werden kann. Beigefügt: ein Gutschein im Gegenwert der Fahrkarten.

Hätte man die Bitte abgelehnt, ich hätte mich nicht weiter beschwert. Besser ist es natürlich so! So konnte ich Freunden, Kollegen und Bekannten vom Entgegenkommen der ÖBB erzählen. Und siehe da! Fast jede/r hatte spontan auch eine gute Geschichte parat. Zum Beispiel: Die Beamtin auf dem Passamt erwies sich als nett und flink (auch die Wartezeit im Magistratischen Bezirksamt war leicht aushaltbar). Der Ingenieur von Wiener Wohnen konnte schnell vorbeikommen und zudem kompetent helfen. Und auch der Berater beim Arbeitsmarktservice habe sich ausreichend Zeit genommen.

Das heißt natürlich nicht, dass wir die Bad news in dieser Stadt abschaffen können. Wir Wiener brauchen Stoff, um uns auf- und wieder abregen zu können. Doch sollten wir dabei nicht den Blick für das Ganze verlieren: Es gibt noch Menschen mit Service-Genen. Und es ist sehr gut, dass es sie gibt.