über Hoverboards in Wien
05/25/2016

Geh, bitte!

von Anna-Maria Bauer

Plötzlich sauste ein eigentlich ruhig stehender Mann ums Eck.

Anna-Maria Bauer | über Hoverboards in Wien

Das erste Mal hat es mich richtig gerissen. Als in meiner ruhigen Vororte-Gasse plötzlich ein eigentlich ruhig stehender Mann ums Eck sauste. Auf den ersten Blick ohne technische Hilfe. Erst beim zweiten Hinsehen fiel mir das Board unter seinen Füßen auf.

Nun sind sie also da. Die Hoverboards. Und zwar nicht nur als Touristen-Fortbewegungsmittel in der Innenstadt, wie ihre Vorgänger, die Segways, sondern als Alltagsgegenstand im Wohngebiet. Fliegen können diese Balance-Boards zwar (noch) nicht. Trotzdem mutet den Elektro-Scootern ohne Lenkstange, dafür mit bunten LED-Leisten etwas Science- Fiction-haftes an.

Mehr als an "Zurück in die Zukunft" muss ich dabei aber an das düsteres Zukunftsbild aus dem Disney-Film " Wall-E" denken. Dieser Film spielt 700 Jahre in der Zukunft. Die Menschen mussten die Erde verlassen und leben nun in Raumschiffen. Dort sitzen sie in fliegenden Ohrensesseln; vor ihnen schwebt der Smartphone-Bildschirm, rechts von ihnen ein Softdrink. Fallen sie aus dem Sessel, helfen ihnen Druiden beim Aufstehen, weil diese Menschen zu dick sind, um sich selbst zu bewegen.

Schon klar, eine sehr überspitzte Darstellung. Trotzdem: Brauchen wir in Zeiten, in denen immer mehr Personen an Adipositas und Diabetes erkranken, wirklich ein Gerät, das uns noch ein paar Schritte abnimmt?

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