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19.01.2013

Vorfreude auf den 24. Februar

Er überzeugt mit einer Bandbreite, die sonst kaum einer hat.

Michael Horowitz | über Christoph Waltz

Ein Jahrhundertschauspieler. Christoph Waltz. Er überzeugt mit einer Bandbreite, die sonst kaum einer hat. Als Roy Black, der Sänger mit gebrochenem Herzen, in einer Welt der hohlen Träume. Als kranker, eiskalter Entführer des Industriellen Richard Oetker. Als zynischer SS-Standartenführer, der seinen Beinamen Judenjäger als Auszeichnung empfindet. Und jetzt als cooler Kopfgeldjäger in einem Film über die amerikanische Sklaverei. Einmal mehr erhielt der Wiener Christoph Waltz, der vor Jahren Hans Moser als sein Vorbild bezeichnete, für sein markantes Spiel in diesem Tarantino-Western jetzt den Golden Globe. Quentin, meinte er bei der Gala in Beverly Hills, meine Dankbarkeit ist nicht in Worte zu fassen. Und Waltz weiß, wovon er spricht. Den internationalen Durchbruch – inklusive Oscar – erreichte er in Tarantinos Inglourious Basterds, in der Rolle des SS-Schergen Landa. Die Blicke des Christoph Waltz bleiben haften, auch wenn man ihn schon vor Tagen im Kino gesehen hat. Freuen wir uns auf den 24. Februar. Denn an diesem Tag ist der Jahrhundertschauspieler wieder für den Oscar nominiert.

michael.horowitz@kurier.at