leseZEICHEN: Rolling Stones

leseZEICHEN: I need a Dollar © Bild: KURIER

Michael Horowitz über eine Band, die Rock'n'Roll-Geschichte schrieb.

1962. Für 1Schilling gibt es im Wurlitzer 3 Hits. Schlager wie Alo-Ahe (Freddy), Mondschein- Melodie (Peter Alexander) oder Zwei kleine Italiener (Conny Froboess) erwärmen unsere Herzen. Während im Londoner "Marquee Club" eine Band, die Rock ’n’ Roll-Geschichte schreiben wird, ihr erstes Konzert gibt: Die Rolling Stones.

Man kennt einander aus einer WG, Mick Jagger und Keith Richards schon aus dem Kindergarten. Bald bemerkt Manager Andrew L. Oldham die noch etwas schüchternen Stones und baut als Kontrast zu den braven Beatles das Image der bösen Buben auf, die Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll verkörpern sollen. Mit primitiver Musik, seltsam affenähnlichen ruckweisen Bewegungen, meint die deutsche FAZ. Doch seit 50 Jahren ist die Band um das fast 70-jährige elastisch tänzelnde Mastermind Mick Jagger, der Jugend für sich als Beruf erfunden hat, ein lukratives Unternehmen. Die Methusalem-Musik-Millionäre könnten längst in ihren Prachtvillen nur mehr Rosen züchten. Doch sie lieben die Bühne, das laszive Spiel mit dem Publikum: Wir werden noch ein paar Shows machen. Wenn wir es schaffen ...

 

michael. horowitz(at)kurier.at

Erstellt am 04.02.2012