leseZEICHEN: Paradies und Transithölle

Foto: KURIER

Michael Horowitz über Tirol.

Andersen, Fontane und Goethe, Horváth, Schnitzler und Trakl - und sogar der ewige Zyniker Thomas Bernhard: Sie alle schwärmten von Tirol. Über die Stadt im Herzen der Alpen meinte Friedrich Torberg Innsbruck greift mir ans Herz.

Und ein Großer der kleinen literarischen Form, Peter Altenberg, ergab sich - weit weg von seiner morbiden, verrauchten Welt - begeistert dem Zauber dieser Stadt: Gletscher-Luft inmitten einer Großstadt. Wie wenn in Wien am Graben Semmering-Luft wehte und Neuschnee von vergoldeten Bergen grüßte. Die Seele auf Urlaub schicken. Durchatmen. Sich sammeln. Tirol ist bereit dafür. Tirol ist einzigartig. Trotz Transithölle, immer noch größeren SkiWelten und von manchen übertrieben gelebtem Herkunftsstolz mit dem Vaterlandshelden Andreas Hofer.

Ein Land, unangetastet wie das Paradies konnte man im Baedeker-Reiseführer vor 100 Jahren lesen. Vieles davon ist erhalten geblieben.

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?