leseZEICHEN: Digitales Fasten

leseZEICHEN: Digitales Fasten © Bild: KURIER

Michael Horowitz über das offline Glück.

Niemand konnte wissen, wie wunderbar unser Leben durch das Netz wird. Aber auch niemand konnte ahnen, dass die digitale Datenmenge bedrohlich werden kann. Und dann unser Gehirn nicht mehr fähig ist, das menschliche Multitasking zu verarbeiten. Zehntausende iPhone-Apps, jeden Tag weltweit rund 250 Milliarden E-Mails, schrankenlose Twitter-Informationsflut und der soziale Druck, durch facebook ständig neue Freunde gewinnen zu müssen, haben unser Leben verändert. Viele sprechen schon von einer neuen Wunderdiät, dem digitalen Fasten, dem Kampf gegen Hightech-Hype und -Hysterie, die uns zum Gadget der digitalen Welt werden lassen. Zwischendurch sollte man versuchen offline, nur für sich selbst dazu sein. Glücklich, weil man unerreichbar ist.Und die Kontrolle über das Denken und Fühlen wieder zurückgewinnt. Entspannt und entschleunigt. Zumindest im Urlaub.

Erstellt am 05.12.2011