über 'Wetten, dass..?'
10/05/2014

"Wetten, dass..?": Sabber, aber nicht zu viel

von Guido Tartarotti

Es gibt übrigens ein neues Trinkspiel: Ein Wodka auf Ex, völlig wurscht, was Lanz macht.

Guido Tartarotti | über 'Wetten, dass..?'

Mitte der neunziger Jahre spielte Bryan Adams in Wiener Neustadt. Während des Konzerts holte er einen jungen Mann aus dem Publikum auf die Bühne und reichte ihm das Mikro. Der junge Mann – "I’m Franz from Villach" – fiel auf die Knie und sagte die denkwürdigen Worte: "You are the best singer that I kenn."

So etwas Lustiges sagte Markus Lanz bei der angeblich drittletzten "Wetten, dass..?"-Sendung nicht zu Bryan Adams. Auch sonst war es meistens nicht lustig, vor allem dann, wenn Atze Schröder entfernt Comedy-ähnliche Handlungen verrichtete. Die wundervolle Diane Keaton, die mit der ganzen Kraft ihres Schauspieltalents eine durchgeknallte Alte spielte, die war lustig! Falls das ZDF die Show doch noch fortsetzt – gebt sie ihr!

Sonst war nicht viel. Tokio Hotel sehen aus wie ihre eigenen Gespenster. Megan Fox, offenbar Richtung Cher gebotoxt, zeigte die typische Fassungslosigkeit der meisten Hollywood-Stars, die sich in "Wetten, dass...?" verirren. Auf eine geradezu absurde Art typisch deutsch war die Mausefallenzuschnappgeräuscherkennungswette von dem ostdeutschen Schnurrbartbesitzer. Eine Hundewette gab es auch (Biss-Spuren auf Frisbees erkennen), und da fiel der schöne Satz: "Ein bisschen Sabber, aber nicht zu viel."

Genau darum geht es doch im Leben. Oder?

Es gibt übrigens ein neues Trinkspiel: Ein Wodka auf Ex, völlig wurscht, was Lanz macht.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.