Über die übermenschliche Aufgabe ESC:
02/13/2016

Unser Song Contest

von Philipp Wilhelmer

Österreich trocknet seine Tränen dagegen mit immer neuen Teilnahmen

Philipp Wilhelmer | Über die übermenschliche Aufgabe ESC:

Österreich reißt beim Song Contest so selten etwas, dass die zwei Gewinner, die es in der Geschichte des Landes gab, als wandelnde Denkmäler gelten: Udo Jürgens (1966) und Conchita Wurst (2014) gelang das schier Übermenschliche: Sie siegten.

Wie strapaziös und herausfordernd die Aufgabe Song Contest ist, zeigt sich auch am österreichischen Scheitern am Ungetüm Eurovision: Vier Mal fuhren wir mit null Punkten heim (im Vorjahr sogar mit der Straßenbahn). So viele Niederlagen schaffte tatsächlich noch kein anderes Teilnehmerland.

„Man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen“, hat einst Albert Camus in einem seiner berühmtesten Sätze konstatiert. Die gequälte Figur der griechischen Mythologie muss wieder und wieder einen Fels auf einen Berg rollen. Camus tröstet ihn mit der unausweichlichen Absurdität aller menschlichen Existenz. Österreich trocknet seine Tränen dagegen mit immer neuen Teilnahmen. Stockholm, wir kommen!

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