über den Song Contest
03/14/2014

Twelve points

Immerhin keine fade Konsens-Lösung, sondern die zugegebenermaßen relativ fetzige Conchita Wurst.

Anna Gasteiger | über den Song Contest

Der ORF hat sich heuer diesmal entschlossen, auf ein Vorauswahlverfahren zu verzichten und selbst eine(n) KandidatIn für den Song Contest zu nominieren. Immerhin keine fade Konsens-Lösung, sondern die zugegebenermaßen relativ fetzige Conchita Wurst. Aber der interessanteste Teil der Veranstaltung geht damit verloren. 2011 etwa produzierte ORFeins unter dem Titel "Düsseldorf, wir kommen!" eine höchst vergnügliche Fernsehshow, die einige bis heute hörbare Beiträge hervorgebracht hat (z. B. Klimmsteins "Paris, Paris" – "...ois von Gucci bis zu Prada und Schampus für’n Chihuahua", großartig!).

Auch in vielen anderen Ländern werden Qualifikationsshows genützt, um die lokale Musikszene in Schwung zu bringen. Beispiel Deutschland: Da fegte am Donnerstag ein völlig unbekanntes Damen-Trio die prominente Schlagertruppe Unheilig vom Platz. So soll es sein. Germany: Twelve points!

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